Beatbox

Beim Beatboxing oder Beatboxen werden Drumcomputerbeats – zuweilen auch Scratches oder Schlagzeug- und andere Perkussionsrhythmen, seltener auch weitere Instrumente und andere Klänge – mit dem Mund, der Nase und dem Rachen imitiert. Anders als herkömmlicher Gesang erfüllt Beatboxing in der Regel musikalische Funktionen, die mit denen von Rhythmus- oder Effektinstrumenten vergleichbar sind. Die Kunstform, und manchmal der ausführende Musiker, werden auch als Human Beatbox (veraltete Schreibweise: Human Beat Box) bezeichnet. Beatboxing wird oft mit Vocal Percussion gleichgesetzt, bezeichnet aber genau genommen nur eine spezielle, im Hip-Hop entwickelte Form dieser.

Begriff:

Der Begriff leitet sich ab von den vor allem in den 1980er Jahren populären Drumcomputern – auf Englisch salopp beat boxes genannt (von beat ‚Schlag‘ oder ‚Takt‘ und box ‚Kiste‘ oder ‚Gehäuse‘) – mit denen damals die instrumentale Musik vieler Hip-Hop-Stücke erstellt wurde. Auch die in der Hip-Hop-Kultur damals verbreiteten Ghettoblaster werden umgangssprachlich boom box oder beat box genannt. Jemand, der Beats und Klänge mit dem Mund erzeugt, wird im Hip-Hop-Kontext dementsprechend als human beatbox – also ‚menschlicher Drumcomputer‘ (bzw. Ghettoblaster) – bezeichnet.

 

Vocal Percussion:

Vocal Percussion (von engl. vocal ‚mündlich‘ oder ‚stimmlich‘ und percussion ‚Perkussion‘) bezeichnet im engeren Sinne die möglichst naturgetreue Imitation von Perkussionsrhythmen mit dem Vokaltrakt. Im weiteren Sinne bezeichnet Vocal Percussion sämtliche Vokalmusik mit an Perkussion oder anderen Rhythmusinstrumenten erinnernden Klängen und Rhythmen. Synonyme Begriffe sind Mouth-Percussion (engl.: ‚Mundperkussion‘) und Mouth-Drumming (engl.: ‚Mundtrommeln‘, nicht zu verwechseln mit der Maultrommel).

Der Übergang von Vocal Percussion zu herkömmlichem Gesang einerseits und zu sonstigen Klanggesten andererseits ist zuweilen fließend.

 

Quelle: Wikipedia